Biographie Allman Brothers Band

Die Ursprünge der Allman Brothers Band gehen zurück in das Jahr 1959. Zusammen mit seinem Bruder Gregg gründete der Ausnahmegitarrist Duane Allman 1959 die Kings. Bis 1965 spielten sie in diversen Bands, gründeten Allman Joys, Hourglass und schließlich die Allman Brothers Band. Nebenher war Duane der Top-Sessiongitarrist in den Muscle Shoals Studios in Memphis. Von seinen vielen Arbeiten sind ganz besonders bemerkenswert: Er spielte zusmmen mit Eric Clapton auf "Layla" von Derek & The Dominos und "Loan Me A Dime" mit Boz Scaggs. Auf der LP "Eat A Peach", die im März 1972 bis auf Platz 4 der US-LP-Hitparade kletterte, sind die letzten drei sTudioaufnahmen von ihm zu finden. Am 29. Oktober 1971 versuchte er mit seinem Motorrad einem LKW auszuweichen und verunglückte. Nach einer dreistündigen Operation erlag er seinen Verletzungen.
Während sich sein Bruder Duane auf das Gitarrenspiel konzentrierte, spielte Gregory Lenoir, so seine vollständigen Vornamen, Keyboards und sang auch hin und wieder. Nach dem Tod seines Bruders machte Gregg 1975 mehr duch seine immerhin neun Tage dauernde Heirat mit Cher auf sich aufmerksam als durch seine Musik.
Das, was die Allman Brothers machten, nennt man Southern Rock. Sie formierten sich 1969 in Macon, Georgia. Dank der außerordentlichen spielerischen Leistung von Duane Allman kommte sich die Band schnell eine große Anhängerschaft erspielen. Vor allen Dingen ihre Live-Auftritte müssen gigantisch gewesen sein. So verwundert es nicht, daß die Mitte 1971 erschienene Liveplatte "At Fillmore East" ihr erster und die im Frühjahr 1972 veröffentlichte LP "Eat A Peach" ihr zweiter Millionseller wurde. Außer den letzten drei Studioaufnahmen von Duane Allman handelte es sich bei "Eat A Peach" ebenfalls um eine Liveplatte. Nach dem Tod von Duane war es nicht sein Bruder Gregg, der die Band weiter leitete, sondern Dickey Betts. Er war es auch, der den größten Singlehit der Gruppe gesungen und geschrieben hat: "Ramblin' Man". Nachdem sich die Gruppe 1972 nach dem Tod von Duane gerade wieder konsolidiert hatte, verunglückte am 11.11.1972 unter beängstigend ähnlichen Umständen wie Duane Allman der Basisst Barry Oakley. Er wurde ersetzt durch Lamar Williams, ein weiteres neues Mitglied wurde der Keyboarder Chuck Leavell. 1976 viel die Band auseinander, weil Gregg in einem Drogenprozeß gegen einen früheren Roadmanager aussagte. Die anderen Musiker wollten deshalb nicht weiter mit ihm zusammenarbeiten. Dickey Betts gründete Great Southern; Leavell, Williams und Johansen Sea Level. 1978 kamen Betts und Gregg Alllman wieder mit einer neuen Allman-Brothers-Line-up. Anfang der 80er Jahre fiel die Band erneut auseinander, um sich 1989 wieder zu reformieren. 1991 und 1992 erschienen jeweils neue LPs der Allman Brothers Band. Von der alten Garde waren Gregg, Dickey Betts und Butch Trucks mit dabei, neu waren Haynes, Woody und Neel. Neel verließ die Band 1990 wieder und wurde durch Quinones ersetzt. 1994 veröffentlichten sie die CD "Where It All Begins". Am 12. Januar 1995 wurden die Allman Brothers in die Rock'n'Roll Hall of Fame aufgenommen. Im Frühjahr 1996 spielten sie im Shrine Auditorium in Los Angeles/Kalifornien das Stück "Jessica". Anlaß: Mit dieser Nummer hatten sie einen Grammy gewonnen, und zwar als bestes Rock-Instrumental.