Biographie Gus Backus

Nachdem er in die US Air Force einberufen worden war, gründete er 1955 mit ein paar Kumpels die Dell-Vikings. Die Formation, bestehend aus drei Schwarzen und zwei Weißen, sang R&B und hatte 1957 zwei Top-10-Hits in den USA. Kurz danach trennte sich das Quintett - ein Teil machte als Del Vikings Platten, und dazu gehörte Gus. Ende der 50er Jahre wurde er in die Bundesrepublik seines Militärdienstes blieb er in Deutschland - mittlerweile hatte Gus eine Deutsche geheiratet - und begann eine Karriere als Schlagersänger. Mitte 1959 nimmt Gus in Wien für die Polydor eine deutschsprachige Version des Elvis-Hits "A Fool Such As I" als "Ab und zu" auf. Es folgen weitere deutschsprachige Coverversion der Hits von Lloyd Price oder Paul Anka, Paul Evans und Slim Dusty. Aus dessen "A Pub With No Beer" macht Gus "Ich steh' an der Bar und habe kein Geld". Die Zeit von Gus kam mit "BRauner Bär und weiße Taube" im Herbst 1960, Auch das war eube Coverversion eines US-Hits. Im Original hieß das Werk "Running Bear" und wurde von Johnny Preston gesungen. Nun ging es Schlag auf Schlag. Hit auf Hit. Bis 1962 schaffte er alleine acht Top-10-Hits. Nach 1967 tauchte er nicht mehr in den Charts auf, und in den 70er Jahren schien er wie vom Erdboden verschluckt. Selbst Schlagerkollegen von einst erzählten, er sein in die USA zurückgegangen und dort verstorben. Seine deutsche Frau, die immer noch in München lebte, klärte den Irrtum auf und erzälte, er lebe als Vorarbeiter auf den Ölfeldern von Texas. 1986 kam er wieder für kurze Zeit in die Bundesrepublik und versuchte ein Comeback, das kläglich scheiterte.