Biographie Chuck Berry

Als 1986 in St. Louis sein 60. Geburtstag gefeiert wurde, kamen u.a. Eric Clapton, Keith Richards, Robert Cray, Etta James und Linda Ronstadt zu einem Konzert zu seinen Ehren. Chuck Berry ist zeit seines Lebens ein Geschäftsmann gewesen. Aus diesem Grunde wurde dieses Ereignis als "Hail Hail Rock'n'Roll" verfilmt. Berry gilt als der Mann, der dem Rock'n'Roll auf die Beine geholfen hat. Als er 1955 seine ersten Platten aufnahm und mit "Maybellene" einen Hit in den USA hatte, schuf er etwas, was nicht nur die Rock-, sondern auch die Country-Fans mochten. Und gerade die Country-Music-Freunde wußten nicht, daß der Sänger des Liedes ein Farbiger war. Er wurde noch lange nach diesem Erfolg von Clubs im Süden der USA gebucht und dann nicht zum Auftritt zugelassen, weil die Besitzer erse an der Tür feststellen, daß Chuck Berry ja ein Schwarzer war. Über die Schwierigkeiten, die er am Anfang seiner Karriere und in seienr Jugendzeit hatte, hat er in seiner Autobiographie geschrieben. Darin erfährt man, daß er sein Leben und seinen Erfolg voll ausgekostet hat. Das brachte ihn mehrfach ins Gefängnis. In diesem Buch schreibt er auch, welche Begebenheit ihn auf welchen Song gebracht hat. Und da ist natürlich auch von "Johnny B. Goode" die Rede. Man hatte es vorher schon immer vermutet, aber jetzt wurde es gewißheit: Johnny B. Goode, der Junge vom Lande, trägt autobiographische Züge. Chuck wollte schon in frühester Jugend ein geachteter Gitarrespieler werden und übte isch die Finger wund. Es ist die Geschichte eines Jungen, der es schließlich zu 'Fame and Fortune' brachte. Zuerst sollte die Zeile heißen 'a colored boy named Johnny B. Goode', aber dann hatte er doch Angst, die weißen Fans würden das nicht mögen, und machte aus 'colored' 'country'. Als "Johnny B.Goode" auf dem Markt kam, war Chuck Berry bereits ein gemachter Mann und hatte Titel wie "Roll Over Beethoven" oder "Sweet Little Sixteen" in die Hitparaden gebracht. Kaum einer der großen Rock- und Beatmusiker Anfang der 60er Jahre nannte nicht Chuck Berry als sein großes Vorbild. Ob Beatles oder Rolling Stones - sie spielten in ihren Anfangstagen Titel von ihm auch auf Platte nach. Was irgendwann ob seiner vielen erfolgreichen Songs in Vergessenheit geraten ist: Chuck Berry war ein einflußreicher Gitarrist. So spielen wie er, das wollten John Lennon, Keith Richards oder Eric Clapton. Im Februar 1985 bekam er einen Grammy für sein Lebenswerk. In der Laudatio hieß es, er sei einer der einflußreichsten und kreativsten Köpfe in der Geschichte der amerikanischen Populärmusik, ein Komponist und Künstler, dessen Talent wesentlich zur Entwicklung des Rock'n'Roll zu einer der wichtigsten Musikrichtungen beigetragen hat. Als 1986 die Rock'n'Roll Hall of Fame eröffnet wurde, gehörte Chuck Berry zu den ersten, die aufgenommen wurden. Mitte 1989 wurde in St. Louis - ähnlich wie in Hollywood - ein Walk of Fame eingerichtet, und Chuck befand sich unter den ersten 10, die dort gewürdigt wurden. Auch in den 90er Jahren spielt Chuck Berry regelmäßig und ist weltweit auf Tournee. Im Septeber 1995 spielt er bei einem Benefizkonzert für die Rock'n'Roll Hall of Fame in Cleveland. Er wird begleitet von Bruce Springsteen und der E-Street Band.