Biographie Blood, Sweat & Tears

Al Kooper gelang 1967 bei der Gründung von Blood, Sweat & Tears eine zu diesem Zeitpunkt einzigartige Mischung aus Jazz und Rock. Er und Steve Katz hatten vorher im Blues Project gespielt, dessen Instrumentierung ihnen jedoch noch zu dünn war. Kooper hatte als Al Cassidy in Folk-Clubs gespielt, ist auf Platten von Bob Dylan als Keyboarder zu hören, war als 13jähriger bei den Royal Teens und deren Hit "Short Shorts", zählte zu seinen Freunden Paul Simon und schrieb für Gary Lewis 1965 "This Diamond Ring". Bereits nach der ersten LP von Blood, Sweat & Tears verließ er die Band wieder, machte Soloplatten und war als Sessionmusiker auf vielen hochkarätigen Platten zu hören, so z.B. "Electric Ladyland" von Jimi Hendrix oder "Let It Bleed" von den Rolling Stones. Als Produzent hatte er Erfolg mit Lynyrd Skynyrd. Nach der ersten LP "Child Is Father To The Man" im Jahre 1968 veränderte sich die Besetzung. Von den acht Musikern der ersten LP waren auf den beiden nachfolgenden noch fünf zu hören. Neben Al hatten Randy Brecker und Jerry Weiss die Gruppe verlassen. Neu hinzu kam der in England geborene und in Kanada aufgewachsene David Clayton-Thomas als Leadsänger. Neu waren auch Chuck Winfield, Lew Soloff und Jerry Hyman. Damit war die Band auf neun Mitglieder angewachsen. Aus der zweiten LP wurden drei Stücke ausgekoppelt, die jeweils 1969 einen Platz 2 in den amerikanischen Singlehitparade erreichten: "You've Made Me So Very Happy", "Spinning Wheel" und "And When I Die". Alle drei Singles wurden im übrigen Millionseller. Diese zweite LP kann man heute im Rückblick als die stärkste von Blood, Sweat & Tears bezeichnen. Alles, was danach kam, versuchte sich immer daran zu orientieren, schaffte jedoch meist nur einen Abklatsch. Auf der vierten LP 1971 kam für Jerry Hyman Dave Bargeron, und ab 1972 kam neues Blut, "New Blood" ins Spiel. David Clayton-Thomas hatte die Band verlassen, für ihn kam Jerry Fisher und damit ein völlig neuer Sound. Der wiederum wurde durch Jerry LaCroix ersetzt, was die Sache nur noch schlimmer machte. 1976 kam Clayton-Thomas wieder zurück. Es erschien die gut gemachte Live-LP "In Concert", aber die Ideen waren verbraucht. Auch spätere Versuche von David Clayton-Thomas, mit völlig unbekannten Musikern als Blood, Sweat & Tears zu spielen, trieben den Fans nur noch die Tränen in die Augen. 'What goes up, must come down'.