Biographie Buddy Holly

Der 3.2.1959 war der Tag, an dem die Musik gestorben ist - zumindest wird das von Don McLean in seinem Hit "American Pie" behauptet. Alle, die danach kamen, waren Schmarotzer, die vom ERbe eines Mannes gelebt haben, der 1959 it einem kleinen Flugzeug abstürzte. Mit ihm saßen in der Maschine der Pilot und zwei weitere Popstars jener Zeit: Big Bopper nund Ritchie Valens - wobei zumindest Ritchie Valens auch das Zeug zum Superstar hatte. In den Hitparaden war er gerade mit dder Doppel-A-Seiten-Single "La Bamba/Donna" sehr erfolgreich - beide Stücke hatte der nicht mal 18jährige selbst geschrieben. Ritchie war ein Chicano - so bezeichnete man damals wie heute US-Bürger mexikanischer Abstammung. Big Bopper, der richtig J. P. Richardson hieß, hatte sich als Songschreiber einen Namen gemacht. So ist z. B. die Nummer "Running Bear" eine Komposition von ihm. Hier bei uns wurde sie als "Brauner Bär und weiße Taube" durch Gus Backus ein Hit.
Diese drei stars plus Dion & The Belmonts waren mit der "Winter Dance Party" durch die Lande unterwegs. Buddy Holly hatte sich mehrfach darüber beklagt, daß der Tourneebus zu kalt und unfreundlich sei - überhaupt waren die Umstände nicht gerade angenehm für die Künstler. Die Jahreszeit in einer Gegend, die als besonders kalt gilt, war absolut unglücklich gewählt. Nach einem Auftritt fuhr der Bus teilweise bis zu 600 Meilen durch die Nacht zum nächsten Auftrittsort, und nicht selten blieb er wegen einer Panne dann auch noch irgendwo liegen. An jenem 2. Februar befand sich die Tour-Karawane in Clear Lake, einem kleinen Ort 10 Meilen westlich von Mason City. Am nächsten Tag sollten sie in Moorhead, Minnesota, spielen, 430 Meilen entfernt. Wohl nauch aus diesem Grund hatte sich Buddy am Montag, dem 2.2.1959, entschlossen, mit der kleinen Mietmaschine nach Fargo, North Dakota, zu fliegen. Von da aus mußte er nur noch den Red River überqueren, und schon war er in Moorhead. Nachdem die Party gegen Mitternacht beendet war, fuhren die drei zum nahe gelegenen Flugplatz. Kurz vor ein Uhr startete die Maschine, eine kleine rote Beechcraft Bonanza. 36 Dollar pro Nase hatten die Musiker hingelegt. Der Flug sollte nicht lange dauern. Nur ungefähr acht Meilen von MAson City entfernt stürzte die Maschine auf ein Feld - alle Insassen waren sofort tot. Und damit auch der Rock'n'Roll? War Buddy Holly zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch ein Rock-'n'-Roll-Interpret? Seine letzten Plattenaufnahmen belegen, daß er sich wie alle anderen Interpreten jener Tage mehr und mehr vom Rock'n'Roll zurückgezogen hatte. Ob Elvis Presley oder Little Richard, alle waren seichter geworden. Schluchzende Geigen umschmeichelten auch die, die einst geschworen hatten, eine andere Musik zu machen. Was Buddy Holly in seinen frühen Tagen mit Songs wie "Peggy Sue" oder "That'll Be The Day" geschaffen hat, ist unsterblich. Aber so manches Lied, das er dann geschrieben hat, war schon recht lau - lag dafür allerdings auch voll im Trend.
Begonnen hatte Buddy in einen Duo mit Bob Montgomery im Jahre 1954. Die beiden nahmen Demos im Western-Bop-Stil auf. Im Januar 1956 erhielt Buddy einen Plattenvertrag und nahm in Nashville als Buddy Holly & The Three Tunes erste Platten auf. Die Three Tunes waren der Gitarrist Sonny Curtis, der Bassist Don Guess und der Schlagzeuger Jerry Allison. Jerry sollte später als Ivan einige Plattenaufnahmen machen. Im Februar 1957 machte Buddy in Clovis, New Mexico, in den Studios von Norman Petty erste Platten als The Crickets. Diese Gruppe bestand nun aus dem Gitarristen Niki Sullivan, dem Bassisten Joe B. Mauldin und wieder Jerry Allison. Ob nun Platten von Buddy Holly & The Crickets oder nur von den Cricktes erschienen, es handelte sich immer um dieselben Musiker. Der Grund für diese Konfusion ist darin zu sehen, daß sie zwei Plattenverträge hatten: Alles, was bei Brunswick erschien, firmierte unter The Crickets; alles, was bei Coral erschien, lediglich unter Buddy Hollys Namen. Spätere Wiederveröffentlichungen berücksichtigten diese Unterteilung meist nicht mehr. Offiziell trennten sich Buddy Holly und die Crickets im Herbst 1958.
Buddys größte Erfolge als Crickets waren "That'll Be The Day" im Herbst 1957, "Oh Boy" drei Monate später und "Maybe Baby", im Frühjahr 1958 Platz 17 in den USA. Als Buddy Holly hatte er die Hits "Peggy Sue" im November 1957, "Rave On" Mitte 1958, "It Doesn't Matter Anymore" kurz nach seinem Tod im Februar 1959 und "BRown-Eyed Handsome Man", "Bo Diddley" und "Wishing", alle drei 1963 Top 10 in GB. 1986 wurde Buddy Holly in die Rock'n'Roll Hall of Fame aufgenommen.